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Greenpeace berichtet über immer mehr Vegetarier in Deutschland

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Vegetarisch, Gesund, Menschlich

Im neuen Greenpeace-Magazin wird über eine repräsentative durch Greenpeace in Auftrag gebenen Umfrage berichtet, gemäß derer aktuell 3% der Bevölkerung in der Bundesrepublik Deutschland Vegetarier sind.

 

Dies mag gering erscheinen, ist aber fast eine Verdoppelung im Vergleich zu der repräsentativen Untersuchung im Rahmen der Nationalen Verzehrstudie II, die 2008 durchgeführt wurde. Damals ergab sich eine Vegetarier-Rate von 1.6% und eine Veganer-Rate von 0,1%. Eine aktuelle Veganer-Rate wird durch das Greenpeace-Magazin leider nicht berichtet.

 

Außerdem gibt es nach der Greenpeace-Umfrage immer mehr Teilzeitvegetarier oder Flexitarier, wobei beriets 58% der Bevölkerung lediglich an vier oder weniger Tagen in der Woche Flesich verzehre. Hieraus werde ein klarer Trend hin zu einer stärker pflanzenbasierten Ernährungsweise erkennbar.

 

Besonders erfreulich ist, dass das Greenspeace-Magazin in seiner Pressemitteilung die vegane Lebensweise als konsequente Form des Vegetarismus positiv herausstellt. Zitiert wird dabei unter anderem auch die Aussage des Gießener Ernährungswissenschaftlers Markus Keller, dass Veganer bei Nährstoffen wie Folsäure, Vitamin C, Betacarotin und Magnesium besser abschneiden als Mischköstler, die Fleisch verzehren. Dies stimmt überein mit einer Studie von Teo (2011), der bebachtete, dass vegan und vegetarisch lebende Menschen seltener Nährstoffmängel aufweisen als Fleischesser. Markus Keller stellt nunmehr gemäß der Angaben des Greanpeace Magazin heraus, dass einzig bei Vitamin B12 Veganer alternative Quellen, wie Vitaminpräparate, bräuchten, wobei auch Kinder vegan ernährt werden können. Sehr zutreffend wird ebenfalls dargestellt, dass der angebliche Milchbedarf eine Erfindung der Milchindustrie sei.

 

Es wird deutlich, dass nach dem BUND, der gemeinsam mit anderen Verbänden den Fleischatlas 2013 veröffentlichte, nunmehr auch Greenpeace die Bedeutsamkeit der Thematik des Fleischverzichtes für den Schutz der Umwelt erkennt. In den Kontext eines wachsenden Bewusstseins für die Notwendigkeit einer vegetarischen oder besser noch veganen Ernährung bereits aus rein ökologischen Gründen ist die Umfrage und die Berichterstattung des Greenpeace-Magazin einzuordnen.

 

Zwar sind Vegetarier und noch stärker Veganer nach wie vor eine kleine Minderheit, deren positives Beispiel aber zunehmend wahrgenommen und gesellschaftlich anerkannt wird. Sehr wahrscheinlich befinden wir uns gegenwärtig insofern am Beginn einer gesamtgesellschaftlichen Trendwende weg vom umweltzerstörenden und tierquälerischen Konsum von Tierprodukten hin zu einer umweltverträglichen und Tieren Achtung entgegenbringenden pflanzenbasierten Ernährung. 

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