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Fischkonsum: Tiere getötet, Weltmeere zerstört, Menschen versklavt

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Auch Fische wollen leben

Pescetarier essen, abgesehen von Fisch, kein Fleisch. Sie handeln im Regelfall überdurchschnittlich gesundheitsbewusst und erfreuen sich auch tatsächlich einer besseren Gesundheit, jedenfalls als dies im Regelfall der typische Fleischesser (Omnivore) tut (siehe hier).

 

Dennoch gibt es sehr gute Gründe, vegetarisch zu leben und am besten die besonders konsequente Form des Vegetarismus, den Veganismus, zu praktizieren:

 

-  Pescetarier tragen durch ihren Konsum von Fischen dazu bei, dass unsere Weltmeere zerstört werden. Zahlreiche Fischarten stehen vor dem Aussterben. Das ökologische Gleichgewicht der Weltmeere ist am Kippen (siehe neuere Berichte hier und hier)

 

-  Pescetarier fördern als Konsumenten eine im internationalen Fischfang sehr weit verbreitete Form der Sklaverei (siehe einen neuen Bericht zu dieser Thematik hier). Viele der Menschen auf den internationalen Fangflotten tun dort nicht freiwillig ihren Dienst, sondern werden durch Ausnutzung einer Notsituation oder direkte Gewalt zu dieser Arbeit gezwungen. Ihre Ausweise werden ihnen abgenommen. Sie arbeiten bei Tag und bei Nacht. Oft ist Fisch die einzige Bezahlung, die sie erhalten. Der internationale Fischfang ist so auf das Engste verbunden mit dem Fortbestand der Sklaverei. Aber selbst wenn nicht erzwungen, handelt es sich beim FIschfang um eine Tätigkeit, die zur Verrohung führt und die daher abgeschafft und nicht gefördert werden sollte.

 

-  Pescetarier tragen dazu bei, dass einer enormen Anzahl leidenfähiger Tiere Leid und Tod zugefügt wird. Die Tötung der Fische unterliegt kaum Tierschutzbeschränkungen. Die Tiere werden in großen Massen aus dem Meer geholt, das Leid der Individuen ist dem ökonomischen Profitstreben komplett untergeordnet. Die Anzahl der betroffenen Tiere überschreitet alle Vorstellungen. Ganz ohne Beifang und abzüglich des gesamten illegalen Fischfanges, sind nach wissenschaftlichen Berechnungen mindestens eine Billionen Tiere pro Jahr von dieser gigantischen Massentötung betroffen. Dies kann nur noch mit dem Wort „Fischozid“ beschrieben werden (siehe Artikel hier).

 

Das durch den internationalen Fischfang verursachte tierische und menschliche Leid ist für die Sicherstellung der menschlichen Ernährung und für die Gewährleistung unserer Gesundheit völlig unnötig:

 

-  Pflanzliche Nahrungsmittel werden mit sehr viel geringerem Energieaufwand erzeugt, sie sind leichter lagerbar, einfacher transportierbar und länger haltbar. Sie sind dadurch auch sehr viel einfacher verteilbar. Eine menschliche Ernährung auf der Basis pflanzlicher Nahrung ist damit besser geeignet, den menschlichen Hunger zu überwinden (siehe auch Artikel hier). Die Zerstörung, die der Mensch durch den Fischfang in den Meeren und in anderen Gewässern anrichtet, dient nicht dem höheren Zweck, die Ernährung der Menschheit sicher zu stellen, sondern ist diesem Zweck im Gegenteil abträglich. Ressourcen werden gebunden, die weitaus effektiver für den Anbau, die Verarbeitung, den Transport und die Verteilung pflanzlicher Lebensmittel genutzt werden könnten.

 

-  Gleichzeitig ist der internationale Fischfang, der sich abgelegen auf den Weltmeeren ereignet, besonders schlecht kontrollierbar und damit in besonders hohem Ausmaß geeignet, Strukturen von Ausbeutung und Sklaverei aufrechtzuerhalten.

 

-  Um gesund zu leben, benötigen wir keinen Fisch. Viele Studien belegen eine gute Gesundheit vegan, also konsequent vegetarisch lebender Menschen (siehe hier, hier, hier, hier und hier)

 

Pescetarier schaffen es im Alltag, auf den Konsum von Fleisch, außer Fisch, zu verzichten. Sie machen damit bereits die Erfahrung, dass ein großer Anteil der typischerweise verzehrten tierischen Nahrungsmittel gut verzichtbar ist, dass wir sogar von einem Verzicht auf diese Nahrungsmittel profitieren. Damit besitzt ein Pescetarier bereits die Voraussetzung, um einen Schritt weiter zu gehen und nicht nur auf Fleisch anderer Tiere, sondern auch auf das Fleisch der Fische zu verzichten. Mit diesem kleinen weiteren Schritt wird der Pescetarier zum Vegetarier und leistet damit einen aktiven Beitrag gegen die Zerstörung von Umwelt und Weltmeeren, gegen den Fischozid und für eine im positiven Sinne menschlichere und auch untereinander solidarischere Gesellschaft.

 

Vegetarisch zu leben, bedeutet in Anbetracht des unermesslichen Tierleides, der gigantischen Zerstörung unserer Umwelt und des grassierenden Welthungers, die Zeichen der Zeit zu erkennen und ihnen gemäß zu handeln. Auch wenn Vegetarier durch den Konsum von Milch und Eiern weiterhin Tierleidprodukte konsumieren und damit fraglos zum Leid der betreffenden Tiere wie auch zu den negativen Auswirkungen auf unsere Umwelt beitragen, sind sie dennoch bereits einen deutlichen Schritt weiter als Omnivoren und unterliegen ebenfalls nicht der pescetarische Ausblendung der Sachlage, dass Fische Tiere sind. Damit befinden sich vegetarisch lebende Menschen bereits in der Ziellinie für eine - soweit als möglich - leidfreie Welt, die sie mit der Weiterentwicklung ihrer ovo-lacto-vegetarischen Lebensweise zu einer veganen Ernährungs- und Lebensweise überschreiten können.

 

Es gibt Grund zum Optimismus. Denn aktuell scheinen immer mehr Menschen motiviert, diesen Schritt zu tun!

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