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Schimmelpilze in Fleisch und Milch - Hunger in der Welt

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Die Nutztierhaltung ist der eigentliche Skandal

Pferdefleischskandal, Antibiotikaskandal, gefakte Bio-Eier-Skandal, jetzt Schimmelpilzskandal in Fleisch und Milch. Skandale prägen die Fleisch-, Milch- und Eierindustrie.

 

Überall kann Fehlverhalten auftreten, aber bei den Lebensmittelskandalen fällt auf, dass solche Skandale überwiegend Fleisch-, Milch- und Eierprodukte betreffen. Zufall?

 

Wie beim Pferdefleischskandal und dem Bio-Eier-Skandal ist auch beim nunmehrigen Tierfutterskandal der eigentliche Skandal noch ein anderer bzw. es gibt einen größeren Skandal als den, der derzeit die Gemüter bewegt:

 

Fraglos ist es skandalös, Tiere als direkte und die Verbraucher als indirekte Verwerter vergifteter Lebensmittel zu verwenden. Doch ist es nicht ebenfalls skandalös, in einer Welt, in der eine Milliarden Menschen zu wenig Getreide zum Leben zur Verfügung haben, überhaupt Mais, anderes Getreide, Soja oder andere für diesen Zweck angebaute pflanzliche Lebensmittel für die Nutztierhaltung zu verschwenden?

 

Nutztiere verzehren jährlich mehr Getreide als wir weltweit brauchen, um die gesamte Menschheit zu ernähren. Dies erhöht die weltweite Getreidenachfrage und führt so zu steigenden Preisen, so dass in vielen Ländern der dritten Welt sich die Bedürftigen Getreide nicht mehr leisten können. Hinzu kommt, dass unsere ökologischen Ressourcen und Landflächen begrenzt sind, jeder Anbau von Futtermitteln aber diese begrenzten Ressourcen weiter verknappt und damit zu weltweiter Umweltzerstörung und dem Untergang unberührter Naturlandschaften beiträgt.

 

Es heißt - scheinbar beruhigend - Öko-Betriebe seien von dem jetzigen Schimmelpilz-Skandal nicht betroffen. Dies mag so sein, aber auch Öko-Betriebe füttern Getreide und andere extra für Nutztiere angebaute pflanzliche Nahrungsmittel an ihre Nutztiere. Damit verbrauchen sie Ressourcen und belegen Flächen, die wir besser für die direkte menschliche Ernährung mit Pflanzenkost nutzen oder aber der Natur überlassen oder zurückgeben könnten.

 

Die Aufregung über den Schimmelpilzskandal ist berechtigt. Jedoch ist dieser Skandal nur ein Unterskandal innerhalb des übergeordneten Skandals, den die Nutztierhaltung an sich darstellt. Die Produktion von Fleisch, Milch und Eiern führt dazu, dass am Ende alle auf der Strecke bleiben. Die Tiere müssen leiden, werden ausgebeutet und getötet. Die Umwelt wird zerstört und unnötig belastet. Die ärmeren Menschen in den Ländern der dritten Welt müssen unter Hunger leiden. Die Konsumenten der produzierten Fleisch-, Milch- und Eierprodukte werden im Vergleich zu einer pflanzenbasierten Kost in ihrer Gesundheit geschädigt.

 

Der Ausstieg aus den Skandalen kann erst erreicht werden, wenn die Menschheit zu einer pflanzenbasierten Ernährung wechselt. Denn dann brauchen wir uns nicht mehr von Skandal zu Skandal zu hangeln, sondern können endlich der Quelle dieser Skandale, die in der skrupellosen Ausbeutung von Tier, Umwelt und Mensch liegt, ein Ende bereiten.

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