Soziale Aspekte

Nutztiere müssen pflanzliche Nahrung konsumieren, um Fleisch zu produzieren. Nur ein kleiner Anteil des konsumierten pflanzlichen Eiweißes wird dabei in Fleisch umgesetzt, denn die Tier sind natürlich zu aller erst darauf ausgelegt, sich selbst zu erhalten, wozu sie Energie aufwenden müssen. So entsteht aus mehreren Kilogramm pflanzlichem Eiweiß nur ein Kilogramm tierischen Eiweißes.

 

Für unseren Fleischkonsum verwenden wir 90% der weltweiten Sojaernten und ca. ein Viertel der weltweiten Getreideernten – dies in einer Welt, wo ca. eine Milliarden Menschen hungert. Oft sind Lebensmittel vorhanden, aber die Armen können sich deren Preis nicht leisten. Durch die enorme Nachfrage nach Soja und Getreide, die durch die Nutztierhaltung entsteht, steigt deren Preis und so entzieht unser Fleisch den Armen die Nahrung. Auchdie rieisigen Sojamonokulturen und die gentechnische Veränderung der Sojabohne ist übrigens Ergebnis der Nutztierhaltung und nicht des direkten Konsumes von Sojabohnen durch den Menschen, der weniger als 2% der weltweiten jährlichen Sojabohnenernte betrifft (siehe hier Artikel auf vegan.eu:  Sojabohnen und Nutztierhaltung). 

 

Hunger ist sicherlich vor allem ein Verteilungsproblem in einer sozial ungerecht strukturierten Welt. Aber je mehr es zu verteilen gibt, desto einfacher ist dies organisierbar. Außerdem ist pflanzliche Nahrung, wie Getreide und Soja, leicht und langfristig zu lagern, kostengünstiger zu transportieren und daher einfacher zu verteilen. Demgegenüber ist tierische Nahrung mehrheitlich nur mit erheblich höherem Energie- und Kostenaufwand lager- und trnasportierbar, muss beispielsweise oft gekühlt werden. 

 

Vegetarier können durch ihre Lebensweise dazu beitragen, dass die Verschwendung von Nahrungsmitteln ein Ende findet, die Preise für Getreide und Soja nicht weiter explodieren und die hungernden Menschen dieser Welt ein Recht auf Ernährung erhalten.

 

Allerdings ist die Ressourcenverausgabung nach wie vor erheblich, wenn Milch und Eierprodukte konsumiert werden, wie es bei ovo-lacto Vegetariern der Fall ist. Der Beitrag einer veganen Ernährung zur Beseitigung des Hungers ist daher noch einmal deutlich höher als der Beitrag, den Menschen leisten, die sich entscheiden, sich vegetarisch, aber unter Einschluss von Milch und Eiern, zu ernähren (siehe hierzu auch den Artikel auf vegan.eu: Warum eine vegane Gesellschaft den Hunger beseitigen würde).

 

Deutlich wird, dass der Vegetarismus, insbesondere in seiner konsequenten und heute leicht umsetzbaren Form des Veganismus, ein wichtiges Mittel zur Beseitigung des weltweiten Hungers ist. Durch den Umstieg auf eine vegetarische und noch besser vegane Ernährung und Lebensweise kann jeder mithelfen, eine Welt ohne Hunger zu erreichen.